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Historische Siegel Ringe

Die ältesten Ringe haben ein Alter von mehr als 21.000 Jahren. Nach heutigem Wissen gehen Forscher davon aus, dass Ringe eine der ersten Schmuckstücke überhaupt waren. Hals-, Arm- und Ohrschmuck entwickelte sich parallel aus allen möglichen Materialien, jedoch lebten die Menschen damals noch in einer Welt ohne Spiegel.

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Römische Ringe

Schmuck um den Hals oder am Kopf konnte der Träger also selbst gar nicht betrachten. Den Fingerring konnte der Träger hingegen selbst betrachten und sich daran erfreuen und vergewissern, welchen persönlichen Status er damit zum Ausdruck bringen wollte.

Zunächst hatten Ringe sehr einfach Formen, waren sogar ganz simpel aus Draht gebogen. Göttliche Attribute und Schriftzeichen begannen dann Ringe zu zieren. In Ägypten stand der Schmuck im engen Zusammenhang mit Magie und Religion. Auch der Siegelring entwickelte sich im Laufe der Zeit und dir Ringe wurden aus den verschiedensten Metallen hergestellt. In dieser Zeit wurden auch schon Halbedelsteine hergestellt, farbiges Glas, Glasschmelz oder Email und vereinzelt wurden auch Edelsteine für Schmuck verarbeitet. In der Antike avancierten Bronze, Silber und Gold zu den wichtigsten Grundstoffen der Ringherstellung.

Während des 8. Jhd. V. Chr. entwickelte sich Bronzeschmuck, der vor allem mit Bernstein und Glasperlen kombiniert wurde. Seit etwa 1.500 v. Chr. gab es jedoch schon den üblichen Spiralring aus Bronze. Diese gab es auch als Armbänder, die sich in Ringen um den Arm wanden. Aus Gold waren sie den Reichen vorbehalten. Tierfiguren und der Heraklesknoten – Unheil abwendend und heilende Wirkung – waren ebenfalls beliebte Ringformen der Antike. Der Siegeszug des Edelsteins setzte im 4. Jhd. v. Chr. ein – sicherlich auch durch die Handelsbeziehungen mit dem Osten. Mit Beginn der Kaiserzeit entstand römischer Schmuck internationalen Stils. Als Vorläufer des Eheringes gilt ein Ringtypus mit ineinander gefalteten Händen, der sogenannten dextrarum iunctio.

Heute noch tragbar

Nicht nur Edelsteine, auch das Material zeichnete den römischen Ring aus. In den ersten Tagen der römischen Republik, als das spartanische Ideal noch galt, waren Bürger stolz darauf, lediglich einen eisernen Ring zu tragen. Goldringe waren nur Senatoren erlaubt und auch bei ihnen nur zu offiziellen Anlässen. Zur frühen Kaiserzeit verbreiteten sich jedoch Gold und Edelsteine. Die bereits in Nicht nur bei Anhängern und Ohrringen sondern auch beim Fingerring wird die römische opus interrasile – eine Durchbruchtechnik - angewandt, die Schmuckstücken eine elegante Leichtigkeit verleiht. Schon früh wurden christliche Zeichen und Themen einbezogen.