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Die Geschichte des Räucherns

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Räucherwaren

Räuchern ist ein Brauch, der allen alten Kulturen bekannt war. Wer am Abend am Lagerfeuer saß, konnte leicht feststellen, dass beim Verbrennen der verschiedenen Hölzer auch unterschiedliche Düfte entstanden. Deren Wirkung war nicht immer gleich. Sie belebten, beruhigten oder riefen besonders eindringliche Träume hervor. Weil man diese Beobachtungen daraufhin gezielt einsetzte, wurden die jeweiligen Effekte absichtlich hervorgerufen. So entstand die Kunst des Räucherns und wird noch bis heute angewendet.

Bei unseren Vorfahren diente der Rauch, der beim Verbrennen von Kräutern, Harzen und Hölzern entsteht, als Botschaft an die Götter und zur Abwehr böser Geister. Im christlichen Glauben hat man solche Bräuche anfänglich nicht so gern gesehen. In der römisch-katholischen Kirche wurde aber ab dem 9. Jahrhundert kräftig mit Weihrauch geräuchert. An hohen kirchlichen Feiertagen erinnerte man damit an die Gaben der Heiligen Drei Könige. Natürlich wurden die Räucherungen auch bei der berühmten Hildegard von Bingen erwähnt. Sie erklärte in ihren Schriften, dass sich mit Rauch verschiedene Krankheiten von Körper und Seele vertreiben lassen.
Eine moderne Art des Räucherns findest du übrigens beim Gang in die Sauna. Zwar tritt hier die rituelle Bedeutung ziemlich weit in den Hintergrund, aber die gesundheitsfördernde Wirkung der unterschiedlichen Aufgüsse ist unumstritten.

Warum man räuchert

Eigentlich verbot das Christentum das Anrufen von Dämonen, Geistern und Göttern. Sie sollten nicht mehr durch den Rauch um Hilfe gebeten oder besänftigt werden. Trotzdem gab es auch im Mittelalter jede Menge Gelegenheiten zum Räuchern. Daran hat sich bis heute nicht geändert. Man räuchert um Klarheit zu gewinnen und um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Mit dem Rauch kannst du negative Einflüsse vertreiben und die ganze Wohnung oder einzelne Zimmer reinigen. Das ist besonders nach einer langen Krankheit oder unangenehmen Vorfällen ratsam.

Eine solche Zeremonie macht auch Sinn, wenn du ein neues Haus einweihen möchtest oder bei der Eröffnung eines neuen Ladens. Der Räucherduft kann Ruhe und innere Einkehr bewirken. Er tröstet dich bei Einsamkeit und fördert deine Konzentration. Er hilft bei der Bewältigung von Trauer und Wut oder schützt vor fremden Einflüssen. Auch als Teil einer Dank- oder Opferzeremonie kann er einen festen Platz bekommen. Der Rauch von Heilkräutern aktiviert Genesungsprozesse und unterstützt das Immunsystem. Mit einem Räucherritual findest du deine seelische Balance und kannst deinen Geist für die Verbindung mit höheren Sphären öffnen. Und nicht zuletzt soll es auch bei Liebesangelegenheiten helfen.

Womit du räuchern kannst

Wenn du ein bestimmtes Ziel verfolgst, dann solltest du dir vorher genau ansehen mit welchem Kraut oder Holz du deinen Plan verwirklichen kannst. Die unterschiedlichen Pflanzen haben oft recht verschiedene Wirkungen. Weihrauch nimmt man, wenn man Schutz, Reinigung und Segen benötigt. Styrax dagegen wirkt entspannend und vertreibt negative Gedanken. Mit Lavendelblüten fängt man übrigens Männerherzen und mit Eukalyptusblättern kannst du deine Emotionen dämpfen, wenn sie einmal überkochen sollten. Such dir das passende Räucherwerk aus und lass dich von dem Duft berühren. Der Rauch wirkt dann entsprechend wohltuend auf Körper, Geist und Seele. Es gibt spezielle Räucherungen für energetische und spirituelle Reinigungen und natürlich auch zu Heilzwecken.

Ob Kräuter, Holz oder Harz ? womit du räucherst, und welche Düfte du magst, dass hängt von deinem Vorhaben und von deinen Vorlieben ab. Für Anfänger ist es oft ratsam zuerst einmal reine Stoffe zu verwenden, um ihre Wirkung zu erkennen. Später kannst du mit eigenen Mischungen experimentieren.

Wann du räuchern solltest

Der Zeitpunkt einer Räucherung hat nicht unerheblichen Einfluss auf den Erfolg. Willst du deine inneren Wünsche verwirklichen, dann wähle die Zeit um den Vollmond. Brauchst du Standfestigkeit um ein begonnenes Vorhaben durchzuhalten, dann ist um Neumond die beste Stunde. Beim zunehmenden Mond kannst du eventuelle Zweifel zerstreuen, die dich plagen. Hast du etwas vor, worin du noch nicht sicher bist, hilft dir diese Zeitspanne um Klarheit zu gewinnen. Für alles, was du loslassen möchtest, ganz gleich, ob es Probleme oder eine alte Liebe sind, wähle die Tage um den abnehmenden Mond. Zu diesem Zeitpunkt sind Räucherungen, die sich mit dieser Thematik beschäftigen am wirkungsvollsten.

Wie du räucherst

Natürlich ist der Vorgang an sich abhängig davon, welche Materialien du verwendest. Am einfachsten sind Räucherstäbchen oder Räuchersubstrate. Du solltest dir auf alle Fälle einen schönen Platz, vielleicht einen Altar schaffen, an dem du die Zeremonie vornimmst. Feine Halter für die Stäbchen oder elegante Schalen sorgen ebenfalls für die richtige Atmosphäre. Nimm dir Zeit, denn ?gut Ding will Weile haben? sagt der Volksmund. Kleide dich entsprechend des Anlasses in schöne Gewänder.

Eine passende Musik wird die besondere Stimmung noch unterstreichen. Sei sorgsam in deinen Bewegungen und mit deinen Gedanken. Schaffe dir ein eigenes Ritual, bei dem du dich wohlfühlst. Den aufsteigenden Rauch, den solltest du nicht direkt inhalieren. Zerwedle ihn mit der Hand oder mit einer hübschen Feder. Ist dein Räuchergut verbrannt, dann halte noch einen Moment inne und lausche in dich hinein. Erst dann solltest du dich wieder anderen Dingen zuwenden.