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Spielzeug

Spielzeug römischer Kinder

„Wenn deine Eltern das nächste Mal ein Schaf schlachten, so lass dir die Knöchelchen geben“, lautete eine Anweisung an römische Kinder zum beliebtesten Spielstein der Antike.

Knöchelchen-Spielen war bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt: Jede Seite der Knöchelchen sieht anders aus und hat eine unterschiedliche Wertigkeit. Es wurde mit vier Knöchelchen geworfen und jede der rechnerisch 35 möglichen Kombinationen hatte einen eigenen Namen. Der „Wurf der Venus“ zeigte zum Beispiel unterschiedliche Seiten bei jedem Knöchelchen.

Auch Würfel- oder Brettspiele begeisterten schon römische Kinder.
Viele Geschicklichkeitsspiele der griechisch-römischen Antike konnten entweder mit Astragalen, Steinchen oder Nüssen gespielt werden. Es ist bezeichnend, dass Kinder in der Antike oft Gegenstände des Alltags zu Spielzeug umfunktionierten. Nüsse waren leicht erhältliche und vor allem billige Spielzeuge, da sie in erster Linie Nahrungsmittel waren.

Das Mühlespiel ist bis in die heutige Zeit bekannt, aber erfunden haben es die Römer!

Zudem waren Ballspiele bei den Kindern in der Antike beliebt. Als Bälle dienten aufgeblasene Schweins- oder Rinderblasen, Leder- oder Stoffbälle. Wie heute, gab es für jedes Spiel den passenden Ball. Für das Jonglieren wurden sogar Glasbälle benutzt – allerdings erforderte dies besonders viel Geschick. Die Ballspiele waren so vielfältig wie heute.
Ephedrismos bezeichnet unser heutiges Huckepack. Es gibt eine Vielzahl von Terrakotta-Statuetten, die junge Mädchen Huckepack zeigen. Noch auf den römischen Sarkophagen kann man Kinder bei diesem Spiel beobachten. Es kann zum Eigenzweck gespielt werden oder Teil eines anderen Spiels sein – der Verlierer eines Wurfspiels ist beispielsweise verpflichtet, den Gewinner auf seinem Rücken eine bestimmte Wegstrecke zu tragen. In manchen Fällen werden dem Träger dabei die Augen zugehalten. Huckepack ist auch kombiniert mit einem Ballspiel bekannt, bei dem sich die jeweiligen Getragenen Bälle zuwerfen.

In der griechischen Antike nannte man Puppe kore oder nymphe. Sie waren aus Holz, Ton, Gips, Elfenbein, Marmor, Alabaster, Leder oder Stoff gefertigt. Das kam ganz auf den Geldbeutel von Papa an. In der Klassik gab es Puppen mit beweglichen Gliedern, Sitzpuppen mit oder ohne Thron bis hin zu Puppen, die Gliedmaßen nur in Ansätzen besaßen und die möglicherweise als Anziehpuppen kleinen Mädchen Freude bereiteten.