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Gladiatoren Waffen / Rüstungen

Die Kampfwaffen der Gladiatoren

Die Ausrüstung der Gladiatoren war von großer Wichtigkeit. Zwei Gladiatoren in Tunika eröffneten üblicherweise die Spiele. Bewaffnet waren sie mit einem Kurzschwert, dem gladius, nach dem die Kämpfer benannt sind. Sie trugen zudem einen von einem Federbusch gekrönten Helm und ein Rundschild. Sehr beliebt waren beim Publikum die Retiarius, die mit einem Netz, Dreuzack und Dolch kämpften. Sie trugen keinen Helm und kämpften gegen schwere Gladiatoren. Sie zählten zu den so genannten „Rennern“.
Die Waffen der Gladiatoren wurden nicht nur von Römern, sondern auch von den Nationen, die sie eroberten hergestellt. Die römische Zuschauermenge im Kolosseum genoss es, auf diese Art und Weise an die römischen Eroberungen erinnert zu werden.
Die Paarung der Gladiatorenkämpfer war den Zuschauern sehr wichtig und ironischer Weise erwarteten sie auch einen „Fairen Kampf“. Dennoch kämpften Gladiatoren mit schwerer Rüstung gegen solche, die nur sehr leicht bewaffnet waren. Die Rüstung war dann aber auch hinderlich. Ein Gladiator mit Bewegungsfreiheit konnte sehr viel flinker agieren als einer mit einem dicken Panzer, der ihn schützte.

Wichtigste Gladiatorwaffen:

Das Gladius: Schwert; Gladius ist ein lateinisches Wort für Schwert. Dieses Schwert wurde ursprünglich als Gladius Hispaniensis oder „Hispanisches“ Schwert bekannt. Die Römer übernahmen die besten Ideen und verschiedene Arten von Waffen aus den Nationen, die sie eroberten; Verbesserungen und Anpassungen nach Bedarf. So wurde das Hispanische Schwert (Gladius Hispanus) zum berühmten römischen Schwert nach dem zweiten Punischen Krieg (200). Die Ursprünge der Gestaltung des gladius waren Keltisch. Das Wort gladius erwarb eine allgemeine Bedeutung als jede Art von Schwert. Gegen Ende des 2. Jhd. Trat das spatha an die Stelle des berühmten Schwertes in den römischen Legionen.

Das Original Hispanische Schwert war ein 27-Zoll-kurzes, gerades Schwert, das in Richtung des Handgriffs weiter wurde und eine leichte „Wespentaille“ oder „Blatt-Form“ Krümmung hatte. Diese Art von Schwert hatte eine zweischneidige Klinge und einen sich verjüngenden Punkt. Der Gladius war die Waffe, nach der der Gladiator (Schwertkämpfer) benannt wurde.

Gladius Graecus: Schwert in Blattform; Der Gladius Graecus war ein blattförmiges Kurzschwert, das ursprünglich die griechischen Hopliten nutzten. Hoplites waren Bürger-Soldaten der antiken griechischen Stadt-Staaten, inklusive Sparta. Das Gladius Graecus wurde von den Busturius und Hoplomachus Gladiatoren benutzt.

Die Klinge des Gladius, das von der römischen Infanterie benutzt wurde, war gelegentlich mit einem Wappen verziert. Der Name des Besitzers, besonders wenn es ein hochrangiger Soldat war, wurde oft eingraviert oder auf die Klinge gestanzt.

Wer benutzte den Gladius?

Natürlich benutzten die Gladiatoren im Kolosseum das gladius. Die Gladiatoren, die das Schwert verwendeten, waren diejenigen, die mit Körperschilden kämpften, etwa secutor, myrmillo, hoplomachus und dimacheris. Die kurze Bauweise des Schwertes war besonders effektiv für Stoßen und stechende Bewegungen und konnte bis zur Rüstung des Gegners über seine verjüngte Spitze vorzudringen. Die zweischneidige Klinge war zum Schneiden und für den Hieb ausgelegt. Das römische Gladius war daher multifunktional. Das Schwert wurde von einer Scheide ummantelt. Die Scheide wurde entweder am Gürtel oder an einem Schultergurt befestigt. Die Scheiden waren aus Holz, die mit Leder überzogen waren und mit Messing oder Eisen gerahmt. Das Aussehen der gladius veränderte und verbesserte sich im Laufe der Jahre, denn die Römer hatten natürlich mit verschiedenen Feinden Kontakt und somit auch mit unterschiedlichen Waffen.

Arcus: Pfeil und Bogen; ; Arrows (Sagitta) und Bogen (arcus); die normale Waffe der römischen Bogenschützen war der klassische Bogen aus Horn, Holz und Sehnen, zusammen gehalten mit Hautleim. Die Bögen konnten ein Zuggewicht von zirka 75 Kilogramm erreichen.

Contus: Lanze/Pike; konnte eine Reiter Lanze sein. Es waren lange, schwere, beidhändige Waffen.

Fascina: Harpunen

Acinaces: scharfes Schwert der Kavallerie

Hasta: Speer zum Stoßen; Die hasta wurde nicht geworfen. Sie war etwa sechs Meter lang und diente zum Zustoßen.

Iaculum: Fangnetz; Waffe eines retiarius.

Lancea: kurzer Speer/Lanze; wurde für das Werfen verwendet

Parmula: Lichtschutz

Pilum: langer, schwerer Wurfspieß; Der pilum (Plural pila) war ein schwerer Speer, etwa zwei Meter lang, mit einem pyramidenförmigen Kopf.

Plumbatae oder martiobarbuli: mit Blei gewichtete Pfeile; sie wurden auf der Innenseite des Schildes aufbewahrt.

Pompeianus: Schwert; Pompeianus war ein Schwert, das in der Mitte des 1. Jhd. Verwendet wurde, mit parallelen Schneidkanten und dreieckiger Spitze.

Pugnum: kleines Schild zum Stoßen und Zerschlagen.

Pugio: Dolch, klein als Zweitwaffe; ein Dolch, Waffe der letzten Instanz des Retiarii. Der Griff wurde so geformt, dass er eng in der Hand lag und die Klinge war aus Eisen oder Bronze und birnenförmig.

Sagitta: Pfeile

Semispathae: Kurzschwert; sehr kurze Schwerte oder möglicherweise auch Dolche wurden als semispathae oder Kurzschwerter bekannt.

Sica: kurzes, gekrümmtes Schwert/Säble

Die Sphendone (Schlinge); wurde zum Werfen verwendet.

Spiculum: Wurfspieß, der 250 das pilum als Hauptwurfspieß ersetzte.

Spatha: langes Breitschwert; das Spatha war ein langes Schwert, länger als 75 cm, das die römische Kavallerie und Gladiatoren, die auf Pferden ritten verwendeten. Eine kleinere Version des spatha wurde im Nahkampf in der römischen Armee benutzt bevor die gladius eingeführt wurden.

Verutum: kurzer, leichter Wurfspieß; Die verutum (pl.veruti) war ein kurzer, leichte Speer, etwa einen Meter lang und wurde für Scharmützel verwendet. Der alte Begriff für den Speerwurf war verutum.

Venabulum: ein dicker hölzerner Speer, verstärkt mit einem langen, geflügelten Kopf mit einer Spitze. Er wurde von Venotores für die Jagd genutzt und auch von Essadari. Ein anderer Speer dieser Art war der menaulion, der von Fußsoldaten in der römischen Armee verwendet wurde.

Rüstungen der Gladiatoren

Römische Rüstungen und Waffen für Gladiatoren wurden nicht nur von den Römern entworfen, sondern ergaben sich auch durch die Waffen und Rüstungen verschiedener Völker, die sie eroberten. Die römischen Zuschauer im Kolosseum liebten es, an römische Eroberungen erinnert zu werden und sie genossen es, wenn Gladiatorenkämpfe Neuheiten vorstellten: Rüstungen, Waffen und auch Kampfarten. Die Zuschauer liebten das Spektakel – und so natürlich auch die „Kostüme“ der Gladiatoren, bei denen die Rüstungen eine wichtige Rolle spielten. Die Gladiatoren und ihre Art des Kampfes, der Waffen und der Rüstung wurden gar von den Römern gewertet.

Der Gladiator Schutz und eine kurze Beschreibung:

Balteus: Schwert/Gürtel; - ein Schwert, das in einem Gürtel getragen wurde.

Cetratus: Lichtschutz

Blende: Beinschutzpolster

Faszien: Beinpolster; das unterhalb der Beinschiene getragen wurde. Es bestand aus meist aus Leder.

Cassis: Oberbegriff für alle Helme aus Metall.

Cuirass: Brustpanzer aus einem einzigen Stück Metall oder einem anderen starren Material, das die Brust des Trägers (üblich bei der römischen Armee) abgedeckte.

Clipeus: großes ovales Körper-Schild von Rittern, die auf dem Pferd mit einer Lanze und dann zu Fuß mit einem Schwert kämpften.

Galea: Visierhelm; der Galea wurde von allen getragen, mit Ausnahme retiarius. Es hatte dekorative Kämme und ein Visier, das mit Gucklöchern versehen war.

Galerus: Schulterschoner; galerus war die markante Metall-Schutzsschulter der retiarii oder laquerarii. Dieses Schulterstück wurde so geformtt, dass der Hals und Kopf geschützt waren aber die Kopfbewegungen der Gladiatoren uneingeschränkt blieben.

Greave: Beinschoner; die Beinschiene war ein Teil der Rüstung, der das vordere Bein schützte.

Kalkriese: Gesichtsschutz/Helm; Die Gesichtsmaske aus Bronze war so geformt, dass sie das Gesicht mit Gucklöchern verdeckte.

Kürass: Brustpanzer;

Lorica Hamata: Ringrüstung; eine Art von Ring-Rüstung aus Bronze oder Eisen.

Lorica squamata: Schuppenrüstung; eine Art Schuppen-Panzer, der in horizontalen Reihen gelegt wurde und dann geschnürt oder vernäht wurde.

Manica: Armschutz; Wickel aus Leder und Stoff für Arm und Handgelenke als Polsterung für die Rüstung

Ocrea: Beinschutz; war ein metallener Beinschutz oder vielmehr eine Beinschiene, der am Knie oder manchmal auch am Oberschenkel war. Unter dem Schienbein diente er als Schutz der Vorderseite des Beines.

Parmula: Lichtschutz klein; kleines, sehr leichtes Schild der römischen Gladiator-Rüstung. In der Regel war das Schild rund. Es wurde aus Metall oder manchmal aus Holz gefertigt, zirka 60 cm im Durchmesser und auch mit gemalten Motiven verziert.

Parma equestris: mittelgroßes Kavallerie-Schild

Scutum: großes Schild; Scutum ist das lateinische Wort für Schild. Es war eine rechteckige, halb zylindrischen Körperabschirmung. Seine geschwungene Form schützte die Front und die Seiten gleichermaßen. Das Scutum war weit verbreitet in der römischen Armee, denn seineForm erlaubte eine Formation von Soldaten, die durch ihre Schilde eine hoch wirksame Barriere gegen feindliche Angriffe formieren konnten, wenn die Schilde überlappten. Das Scutum wurde berühmt durch die testudo (lateinisch für Schildkröte), in welcher sich römische Legionäre wie ein Schildkrötenpanzer mit Schilden umgaben – nach oben und zu den Seiten hin. Diese Art von Schild wurde bevorzugt von den murmillo verwendet.

Subarmallis: Leinen, das als Polsterung unter der Rüstung getragen wurde um Reibung zu verhindern oder auch zusätzlichen Schutz zu bieten. Oft war diese Rüstungspolsterung auch aus Stroh.

Spangenhelme - ursprünglichen deutschen Entwurfs mit hoher Schutzwirkung. Es waren konische römische Helme mit geschwungener Kopfform, die an ihrem höchsten Punkt punktgenau angepasst wurden. Der Helm hatte große Leder-Wangenklappen und einen Nasenschutz sowie einen tiefen Nackenschutz. Einige glichen einer Vollmaske.

Thorax Hamata: Kettenhemd; das Schutzhemd reichte bis auf die Oberschenkel.

Cingulum: breiter Ledergurt; ein breiter Ledergürtel, der die Taille der Gladiatoren vor Verletzungen schützte. Das Cingulum wurde oft mit Metallplatten verstärkt. Legionär-Soldaten trugen zudem zum besseren Schutz den cingulum als Lederriemen bis auf die Lende hängend.

Spongia: kleine Brustplatte; eine kleine Brustplatte aus einem einzigen Stück Metall oder anderem starren Material, das die Brust des Gladiators bedeckte.