Martials Geschenkliste
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Saturnalien · ab 17. Dezember
Zehn Geschenke, die sich die Römer zu den Saturnalien machten
Um 85 n. Chr. schrieb der Dichter Martial ein ganzes Buch voller kurzer Verse über Geschenke, die an den Saturnalien unter den Gästen verlost wurden. Wir haben zehn davon für dich herausgesucht – mit Originalvers, Übersetzung und dem Stück, das du heute davon in die Hand nehmen kannst.
- 10 Geschenke aus Martials Buch XIV, den Apophoreta
- Lateinischer Vers und möglichst wörtliche Übersetzung
- Kurz erklärt, mit der passenden Replik aus unserem Sortiment
Kostenlos · PDF, 8 Seiten · öffnet sich in einem neuen Tab · ohne Anmeldung
Geschenke zum Verlosen
Die Saturnalien waren das ausgelassenste Fest Roms. Ab dem 17. Dezember trug man statt der Toga ein leichtes Festgewand, setzte sich die Filzkappe der Freigelassenen auf, und das Würfelspiel um Geld war für ein paar Tage offiziell erlaubt.
Zum Fest gehörten Geschenke. Martial hat ihnen um 85 n. Chr. ein eigenes Buch gewidmet: die Apophoreta, Buch XIV seiner Epigramme. Zu jedem Geschenk schrieb er zwei Zeilen – mal zärtlich, mal spöttisch. Verlost wurden die Gaben unter den Gästen, abwechselnd für Reiche und für Arme.
In unserer Geschenkliste findest du zu jedem der zehn Geschenke die Stelle bei Martial, die beiden lateinischen Verse, unsere Übersetzung, eine kurze Erklärung und das passende Stück aus unserem Sortiment. Wo unsere Replik vom antiken Vorbild abweicht, sagen wir es dazu.
„Nec timet aedilem moto spectare fritillo“
Der Haussklave fürchtet sich nicht, dem Ädil ins Gesicht zu sehen, während er den Würfelbecher schüttelt.
Martial, Epigramme XIV, 1 – gleich im ersten Gedicht des Buches
Originalvers und Übersetzung
Zu jedem Geschenk die beiden lateinischen Verse und unsere möglichst wörtliche Übersetzung.
Kurz erklärt
Was war eine turricula, was ein graphiarium? Ein Satz genügt, und du weißt es.
Zum Anfassen
Zu jedem Geschenk das passende Stück aus unserem Sortiment – ehrlich, auch wo die Replik abweicht.
Die zehn Geschenke aus Martials Buch XIV

Triplices
Martial XIV, 6 · Dreiteilige Wachstäfelchen
Drei mit Wachs gefüllte Holztafeln, zusammengebunden wie ein kleines Buch.
Heute bei uns: Wachstafel Triptychon →

Pugillares membranei
Martial XIV, 7 · Notizbuch aus Pergament
Die Tinte ließ sich abwaschen, die Seiten wurden wiederverwendet.
Heute bei uns: Pergament, echte Tierhaut →

Chartae maiores
Martial XIV, 10 · Große Papyrusblätter
Großer Papyrus war teuer – Martial spottet, dass ein Dichter ausgerechnet leere Blätter verschenkt.
Heute bei uns: Papyrusblatt 62 x 42 cm →

Tesserae
Martial XIV, 15 · Würfel
Kubische Würfel (tesserae) und Spielknöchel (tali) waren die beiden Arten römischer Würfel.
Heute bei uns: Knochenwürfel mit Kreisaugen →

Turricula
Martial XIV, 16 · Würfelturm
Der Turm lenkt die Würfel über Stufen, so dass niemand den Wurf steuern kann.
Heute bei uns: Würfelturm Turricula →

Tabula lusoria
Martial XIV, 17 · Spielbrett mit zwei Seiten
Auf der einen Seite ein Würfelspiel, auf der anderen das Strategiespiel der latrunculi.
Heute bei uns: Ludus duodecim scripta →

Calculi
Martial XIV, 18 · Spielsteine
Martials Spielsteine waren aus Glas. Unsere sind aus Knochen – auch die gab es.
Heute bei uns: Spielsteine aus Knochen →

Theca libraria
Martial XIV, 20 · Schreibetui
Wer das Etui im Los zog, musste die Schreibrohre selbst besorgen.
Heute bei uns: Schreibrohr ägyptisch, doppelseitig →

Graphiarium
Martial XIV, 21 · Griffeletui
Mit dem eisernen Griffel (stilus) schrieb man auf Wachs, das flache Ende glättete Fehler wieder.
Heute bei uns: Griffel aus Eisen (stilus ferreus) →

Fasces calamorum
Martial XIV, 38 · Bündel Schreibrohre
Das Schreibrohr (calamus) war das Schreibgerät für Tinte auf Papyrus.
Heute bei uns: Schreibrohr aus Schilf, Calamus →
Lies die ganze Liste – mit allen Versen
Alle zehn Geschenke mit lateinischem Originaltext, Übersetzung und Erklärung.
Zum Lesen am Bildschirm, zum Ausdrucken oder für den Lateinunterricht.
Häufige Fragen
Was waren die Saturnalien?
Das Fest zu Ehren des Gottes Saturn begann am 17. Dezember. Für ein paar Tage galten andere Regeln: Man trug statt der Toga ein leichtes Festgewand, setzte die Filzkappe der Freigelassenen auf, feierte ausgelassen, und das sonst verbotene Würfelspiel um Geld war erlaubt. Dazu gehörten Geschenke unter Freunden und Gästen.
Wer war Martial?
Marcus Valerius Martialis war ein römischer Dichter des 1. Jahrhunderts n. Chr. Berühmt ist er für seine kurzen, oft spitzen Epigramme. Buch XIV, die Apophoreta, erschien um 84/85 n. Chr. und besteht fast nur aus Zweizeilern zu Geschenken.
Was kostet die Geschenkliste?
Nichts. Das PDF ist kostenlos und ohne Anmeldung. Klick auf „Geschenkliste kostenlos öffnen“, dann öffnet es sich in einem neuen Tab und du kannst es speichern oder ausdrucken.
Woher stammen Text und Übersetzung?
Der lateinische Text folgt Martials Epigrammaton liber XIV nach The Latin Library. Die Übersetzungen haben wir selbst und möglichst wörtlich angefertigt. Die Datierung des Buches folgt der Encyclopaedia Britannica.
Alle zehn Stücke findest du bei uns im Shop, dazu Wachstafeln, Papyrus, Tinten und Repliken aus Rom, Ägypten und Griechenland. Seit über 25 Jahren liefern wir an Schulen, Museen und an alle, die Geschichte lieber in der Hand halten, als nur darüber zu lesen.
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Schöne Saturnalien – Io Saturnalia!