Gladiatoren Graffiti Relief aus Pompeji: Secutor gegen Retiarius in Alabastergips
Kurz erklärt
Das Gladiatoren Graffiti Relief ist eine handgefertigte Nachbildung einer in Pompeji überlieferten Ritzzeichnung aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Die Szene zeigt den Kampf zwischen dem Secutor Severus und dem Retiarius Albanus, zwei namentlich bezeugten Freigelassenen. Gefertigt wird das Relief aus Alabastergips im Format 22 × 18 Zentimeter und eignet sich für Wanddekoration, Unterricht und Museumspädagogik.
Gladiatoren Graffiti Relief auf einen Blick
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Material: handgegossener Alabastergips, Format 22 × 18 × 2 Zentimeter, Gewicht 0,82 Kilogramm.
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Datierung des Vorbildes: Pompeji, 1. Jahrhundert nach Christus, vor dem Vesuvausbruch 79 n. Chr.
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Motiv: Ritzzeichnung zweier Gladiatoren mit Namensbeischriften, Secutor Severus gegen Retiarius Albanus.
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Archäologischer Vergleich: Grabmal-Reliefs vor der Porta Stabia im Museo Archeologico Nazionale di Napoli.
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Antike Quelle: Tacitus, Annales XIV, 17 berichtet von Gladiatorenkämpfen im Amphitheater von Pompeji.
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Herstellung: gegossen und von Hand patiniert in der Werkstatt von Forum Traiani ® in Glauburg, Hessen.
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Zielgruppe: Lehrkräfte, Museumsshops, Reenactor und Sammler römischer Replikate.
Was zeigt das Gladiatoren-Graffito aus Pompeji?
Das Original entstand im 1. Jahrhundert nach Christus an einer Hauswand in Pompeji und gehört zu den über 7000 bekannten Wandinschriften der Stadt. Vergleichbare Ritzzeichnungen und Grabmal-Reliefs werden heute im Museo Archeologico Nazionale di Napoli verwahrt. Die Szene zeigt zwei namentlich bekannte Kämpfer, den Secutor Severus und den Retiarius Albanus. Beigefügt sind ihre Siegbilanzen, dreizehn Siege für Severus und neunzehn für Albanus.
Wer waren Severus und Albanus?
Beide Männer waren Freigelassene, im Lateinischen liberti, keine Sklaven. Die Namen Severus und Albanus tauchen mit variierenden Schreibweisen in der Forschungsliteratur auf, die Ziffern ihrer Kämpfe gelten hingegen als gesichert. Albanus führt als Retiarius mit Netz (rete) und Dreizack (tridens), Severus kämpft als Secutor mit glattem Helm und kurzem Schwert. Beide Typen bildeten ein klassisches Kampfpaar, wie der Münchener Archäologe Marcus Junkelmann (2000) in seiner Standardstudie zur Kampftechnik belegt.
Irrtum: waren alle Gladiatoren Sklaven?
Ein verbreitetes Missverständnis: Gladiatoren waren nicht ausnahmslos Sklaven. Inschriften und Graffiti aus Pompeji belegen, dass ein Teil der Kämpfer aus Freigelassenen und sogar freigeborenen Bürgern bestand, die sich vertraglich verpflichteten. Das Pompejaner Graffito mit Severus und Albanus ist selbst ein Beleg für diese soziale Spannweite. Weitere originale Gladiatoren-Graffiti lassen sich in der digitalen Datenbank Ancient Graffiti Project einsehen.
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Material des Originals: Wandputz mit eingeritzter Zeichnung.
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Datierung: 1. Jahrhundert nach Christus, vor 79 n. Chr.
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Fundkontext: Pompeji, Hauswand, vergleichbar mit Graffiti aus der Gladiatorenkaserne (Pompeji V 5,1).
Wie unterscheiden sich die wichtigsten Gladiatorentypen?
| Gladiatorentyp |
Bewaffnung |
Kampfstil |
Typisches Gegenpaar |
| Secutor (Verfolger) |
kurzes Schwert (gladius), großer Langschild, glatter eiförmiger Helm |
offensiv, auf schnelle Distanzverkürzung ausgelegt |
Retiarius |
| Retiarius (Netzkämpfer) |
Wurfnetz (rete), Dreizack (tridens), Dolch, Armschutz |
Distanzkampf, Fangen und Festsetzen des Gegners |
Secutor oder Murmillo |
| Murmillo |
großer rechteckiger Schild, kurzes Schwert, Helm mit Fischsymbol |
schwer gepanzert, standfester Nahkämpfer |
Thraex oder Hoplomachus |
| Thraex (Thraker) |
kleiner rechteckiger Schild (parmula), gebogener Kurzdolch (sica), hoher Helmbusch |
wendig, auf Umgehung des Schildes zielend |
Murmillo |
| Hoplomachus |
kleiner Rundschild, Lanze, Kurzschwert |
griechisch inspirierter Stil, Distanzstoß mit Lanze |
Murmillo |
Wie setzen Lehrer das Gladiatoren Graffiti im Unterricht ein?
Das Relief funktioniert in der Praxis am besten als haptischer Ankerpunkt für eine Doppelstunde zum römischen Alltag. Der Römer Shop beliefert seit über 25 Jahren Schulen und Museen, darunter viele archäologische Museen in ganz Europa. Aus dieser Arbeit zeigt sich: Schüler erkennen auf dem Relief die lateinischen Namen, zählen die Siegnotationen und rekonstruieren so ein Stück antike Sozialgeschichte selbstständig. Die Verbindung von Bildquelle, Inschrift und Kampftyp macht das Objekt didaktisch ergiebiger als eine reine Textquelle.
Drei sinnvolle Einsatzszenarien
Das Relief eignet sich für den Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I bei der Einheit „Alltag in Rom", für Latein-Projekte zur Lektüre von Wandinschriften und für Museumspädagogik im Rahmen von Ferienprogrammen oder Kindergeburtstagen.
Unser konkreter Tipp für Lehrkräfte lautet: legen sie das Relief zu Beginn der Stunde auf den Tisch und lassen sie die Schüler die zwei Namen und die römischen Ziffern entdecken, bevor der historische Kontext erklärt wird. Dieser haptische Einstieg aktiviert Neugier und liefert sofort Gesprächsstoff für die Themen Sklaverei, Freigelassenenwesen und römische Freizeitkultur.
Für wen lohnt sich das Gladiatoren Graffiti Relief?
Das Relief trifft drei klar abgrenzbare Zielgruppen, die jeweils einen anderen Nutzen aus dem Objekt ziehen.
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Wenn sie Geschichts- oder Lateinlehrer in der Sekundarstufe I oder II sind: nutzen sie das Relief als Einstieg in die Lektüre pompejanischer Inschriften und als Anker für das Thema römisches Freigelassenenwesen.
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Planen sie eine Projektwoche oder einen museumspädagogischen Workshop zum antiken Alltag: das Relief dient als zentrales Schauobjekt, um das sich Rollenspiele, Rüstungs-Demonstrationen und Schreibübungen gruppieren lassen.
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Für Reenactor und Sammler römischer Replikate: das Format 22 × 18 Zentimeter ist wandtauglich, die Alabastergips-Oberfläche wirkt absolut authentisch.
Häufige Fragen zum Gladiatoren Graffiti Relief
Was ist der Unterschied zwischen einem Secutor und einem Murmillo?
Beide Gladiatorentypen trugen einen großen Langschild und ein kurzes Schwert, unterschieden sich aber im Helm. Der Secutor hatte einen glatten, eiförmigen Helm mit kleinen Augenöffnungen, speziell konstruiert gegen das Netz des Retiarius. Der Murmillo trug einen reich verzierten Helm mit hohem Kamm und Visier und kämpfte bevorzugt gegen Thraex oder Hoplomachus.
Woran erkenne ich eine authentische Replik eines Pompeji-Graffitos?
Eine fachlich saubere Replik gibt die Proportionen des Originals wieder, respektiert die Schreibrichtung der Inschrift und verzichtet auf moderne Zufügungen wie Daumen-Gesten oder goldene Rüstungen. Der Gipsguss sollte unregelmäßige Oberflächen zeigen, wie sie bei einem antiken Wandkritzel entstehen. Das Gladiatoren Graffiti Relief von Forum Traiani orientiert sich am überlieferten Bestand der Pompeji-Funde, nicht an Hollywood-Vorbildern.
Wie hänge ich das Relief sicher an die Wand?
Das Relief wiegt rund 820 Gramm. Eine einzelne Schraube mit Dübel für mittlere Lasten reicht in der Regel aus, bei Rigips empfiehlt sich ein Hohlraumdübel. Auf der Rückseite lassen sich eine kleine Ausfräsung oder ein handelsüblicher Bildaufhänger nutzen.
Ist das Relief für den Einsatz mit Grundschülern geeignet?
Ja, Alabastergips ist nicht toxisch und die Kanten sind gerundet. Bei Klassen unter zehn Jahren sollte das Objekt nicht in einem Stationenbetrieb mit intensivem Herumreichen verwendet werden, weil ein Sturz aus Tischhöhe das Relief brechen kann. Für Museumspädagogik mit Aufsicht und ruhigem Umgang ist es hervorragend geeignet.
Was bedeuten die lateinischen Kürzel auf pompejanischen Gladiatoren-Graffiti?
Auf pompejanischen Gladiatoren-Graffiti steht ein „v" für vicit (er hat gesiegt), ein „m" für missus (begnadigt und entlassen) und ein „p" für periit (gefallen). Die Siegzahlen erscheinen in römischen Ziffern direkt hinter dem Namen. Diese Notation funktioniert wie eine antike Sportstatistik und ist vergleichbar mit heutigen Kampfbilanzen im Boxsport.
Was sagt Tacitus über das Amphitheater von Pompeji?
In Annales XIV, 17 schildert Tacitus den blutigen Krawall von 59 n. Chr. zwischen Pompejanern und Nucerianern während eines Gladiatorenspiels. Kaiser Nero verhängte daraufhin ein zehnjähriges Spielverbot für Pompeji. Diese Notiz bezeugt die Bedeutung der Gladiatorenkämpfe für das Stadtleben, in dem auch das Originalgraffito entstand.
Wo finde ich Quellen zum Gladiatoren Graffiti?
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Wikipedia: Gladiator, Überblick zu Typen, Ausbildung und sozialer Stellung.
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Ubi Erat Lupa, Datenbank für antike Bild- und Steindenkmäler mit zahlreichen Einträgen zu Gladiatorenreliefs aus Italien.
- Marcus Junkelmann, Das Spiel mit dem Tod. So kämpften Roms Gladiatoren, Mainz 2000. Standardwerk zur Kampftechnik und Ausrüstung auf Basis experimenteller Archäologie. Nachweis bei zenon.dainst.org.
- Luciana Jacobelli, Gladiatori a Pompei, Todi 2003. Grundlegende Studie zu den Gladiatoren-Graffiti und Gladiatoren-Monumenten in Pompeji.
- Vincent Hunink (Hrsg.), Glücklich ist dieser Ort. 1000 Graffiti aus Pompeji, Stuttgart 2011. Lateinisch-deutsche Ausgabe pompejanischer Wandinschriften.
- Antike Primärquelle: Tacitus, Annales XIV, 17, lateinischer Originaltext auf The Latin Library.
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Aktualisiert am: 22.04.2026