Papyrus Bilder malen und gestalten auf echtem Natur-Papyrus 30x20cm aus Ägypten
Kurz erklärt
Papyrus Bilder sind Zeichnungen, Malereien und Kalligrafien auf echtem Beschreibstoff aus der Sumpfpflanze Cyperus papyrus. Die Tradition reicht von den bebilderten Totenbüchern der 19. Dynastie (ca. 1275 v. Chr., Papyrus des Hunefer, British Museum EA 9901) bis zur modernen Papyrusmalerei. Dieses Produkt enthält unbedruckte Natur-Papyrus-Bögen im Format 30x20cm aus ägyptischer Handarbeit, die in Kleinfamilienbetrieben nach antiker Legetechnik entstehen.
Papyrus Bilder auf einen Blick
-
Material: Cyperus papyrus, Süßwasser-Riedgras aus Anbau am Nildelta
-
Bildtradition belegt seit: ca. 1550 v. Chr. (Neues Reich, 18. Dynastie)
-
Bekanntestes Vorbild: Papyrus des Hunefer, British Museum Inventar EA 9901, ca. 1275 v. Chr.
-
Antike Quelle zur Herstellung: Plinius der Ältere, Naturalis Historia Buch XIII, Abschnitte 68 bis 89 (verfasst um 77 n. Chr.)
-
Verbindungsmittel: ausschließlich pflanzeneigener Saft, kein Klebstoff, kein Leim
-
Haltbarkeit belegt: über 4.000 Jahre bei trockener Lagerung (archäologische Funde im Wüstenklima Ägyptens)
-
Shop-Authority: seit 2001 beliefert der Römer Shop über 62.800 Kunden weltweit, darunter den Archäologischen Park Carnuntum und das Dominikanermuseum Rottweil
Was sind Papyrus Bilder eigentlich?
Papyrus Bilder sind bemalte oder beschriebene Bögen aus gelegten Pflanzenstreifen, die ab dem Neuen Reich (1550 bis 1070 v. Chr.) als Bildträger im alten Ägypten dienten.
Das berühmteste erhaltene Beispiel ist der Papyrus des Hunefer im British Museum (Inventar EA 9901, datiert auf die 19. Dynastie um 1275 v. Chr.).
Seine Vignette zum Totenbuchspruch 125 zeigt das Totengericht mit Anubis, Osiris und der Seelenwaage.
Ebenso farbenprächtig ist der Papyrus des Ani (British Museum EA 10470, ca. 1250 v. Chr.), der als Höhepunkt der ägyptischen Buch-Illumination gilt.
Ein häufiger Irrtum muss ausgeräumt werden: Papyrus ist kein Papier im modernen Sinn.
Er wird nicht geschöpft, sondern gelegt.
Wie der Marburger Papyrologe Hans-Albert Rupprecht in seiner Kleinen Einführung in die Papyruskunde (Darmstadt 1994) festhält, ist der ägyptische Beschreibstoff einer der am besten dokumentierten antiken Werkstoffe überhaupt.
Plinius der Ältere beschreibt das Legeverfahren in Naturalis Historia Buch XIII, 74 bis 82: Streifen des Pflanzenmarks werden kreuzweise übereinandergelegt und unter Druck getrocknet, der austretende Pflanzensaft bindet die Lagen ganz ohne Klebstoff.
Ägyptische Bilder-Papyri im Neuen Reich (1550 bis 1070 v. Chr.)
In der Künstlersiedlung Deir el-Medina bei Theben arbeiteten Schreiber und Zeichner ab etwa 1500 v. Chr. in spezialisierten Werkstätten.
Sie lieferten illustrierte Totenbücher für Beamte und Priester.
Rote Eisenocker-Pigmente dienten für Kapitel-Titel und göttliche Attribute, schwarzer Ruß für den Fließtext.
Diese Zweifarb-Logik prägte die visuelle Ordnung aller späteren Papyrus Bilder und wurde sogar von den mittelalterlichen Skriptorien übernommen (Rubrizierung).
Papyrus Bilder im griechisch-römischen Ägypten (332 v. Chr. bis 641 n. Chr.)
Nach der Eroberung durch Alexander den Großen blieb Ägypten Hauptlieferant für Papyrus im gesamten Mittelmeerraum.
Die Oxyrhynchus-Papyri, ab 1896 durch Bernard Grenfell und Arthur Hunt bei Behnesa geborgen, umfassen literarische, administrative und gezeichnete Stücke aus fast einem Jahrtausend.
Der Artemidor-Papyrus (1. Jh. v. Chr., heute Museo Egizio Turin) enthält eine frühe Landkarte und Tierzeichnungen.
Karbonisierte Papyrus-Rollen aus der Villa dei Papiri in Herculaneum, 79 n. Chr. durch den Ausbruch des Vesuv verschüttet und ab 1752 geborgen, belegen die Verbreitung bebilderter Rollen auch in italischen Villen der Oberschicht.
-
Maße: 30 x 20 cm, glatt geschnittener Rand
-
Material: Cyperus papyrus aus Anbau im Nildelta, zu 100 Prozent pflanzlich gebunden
-
Herstellung: antike Legetechnik, Handarbeit in ägyptischen Familienbetrieben
-
Datierung des Vorbilds: Bilder-Papyri seit der 18. Dynastie belegt (ca. 1550 v. Chr.)
-
Archäologisches Vergleichsobjekt: Totenbuch des Hunefer, British Museum London, Inventar EA 9901
Welche Papyrus Bilder sind in welcher Epoche entstanden?
Die folgende Matrix ordnet die wichtigsten Bildtypen ihrer archäologischen Quelle zu und zeigt, welche Produkte aus unserem Sortiment der jeweiligen Epoche am nächsten kommen.
Sie beruht auf Katalogangaben der jeweiligen Museen (British Museum London, Museo Egizio Turin, Chester Beatty Library Dublin) und unserer Beratungspraxis aus über 20 Jahren Schul- und Museumsausstattung.
Epochen-Matrix: Papyrus Bilder von 1550 v. Chr. bis 641 n. Chr.
| Epoche |
Zeitraum |
Bildtyp auf Papyrus |
Beispiel mit Inventarnummer |
Unsere Produkt-Empfehlung |
| Neues Reich |
ca. 1550–1070 v. Chr. |
Totenbuch-Vignetten, Götter, Seelenwaage |
Papyrus des Hunefer, British Museum EA 9901 (ca. 1275 v. Chr.) |
Natur-Papyrus 30x20cm + Tempera-Farben |
| Dritte Zwischenzeit |
ca. 1070–664 v. Chr. |
Großformatige Bilderfolgen, Sonnenbarke |
Greenfield-Papyrus der Nestanebetisheru, British Museum EA 10554 (ca. 930 v. Chr.) |
Papyrus Naturrand + Pinsel und Eisenocker |
| Ptolemäerzeit |
332–30 v. Chr. |
Landschaftsbilder, Karten, demotische Urkunden |
Artemidor-Papyrus, Museo Egizio Turin (ca. 100 v. Chr.) |
Natur-Papyrus 30x20cm + Eisengallustinte |
| Römische Kaiserzeit |
30 v. Chr.–284 n. Chr. |
Alltagsbriefe, Horoskope, Magiepapyri |
Oxyrhynchus-Papyri, ab 1896 durch Grenfell und Hunt geborgen |
Naturrand-Papyrus + Schreibrohr aus Schilf (Calamus) |
| Spätantike |
284–641 n. Chr. |
Frühchristliche Codex-Fragmente, illuminierte Evangelien |
Chester Beatty Papyrus P45, Dublin (ca. 250 n. Chr.) |
Papyrus Antik + Pergament für Vergleichsprojekte |
Wie nutzen Lehrkräfte Papyrus Bilder im Unterricht 2025 und 2026?
Aus unserer Arbeit mit Schulklassen, Museumspädagogen und Reenactment-Gruppen der Jahre 2025 und 2026 wissen wir: Lernende erkennen beim ersten Anfassen sofort, dass dieser Werkstoff kein Papier ist.
Die sichtbare kreuzweise Faserrichtung macht den antiken Herstellungsprozess greifbar und erzeugt einen nachhaltigen Aha-Moment.
Pinsel mit flüssiger Farbe funktioniert auf Natur-Papyrus besser als Filzstift, weil die Spitze in der rauen Struktur sonst verhakt.
Besonders beliebt in Klasse 5 bis 10 ist die Kombination aus 30x20cm-Bogen, Schilfrohr-Schreibrohr (Calamus) und Eisengallustinte, wie sie in römischen Provinzen wie der Germania Inferior und Britannia Standard war.
Unser konkreter Rat für Lehrkräfte lautet: Geben sie den Bogen vor dem Beschriften oder Bemalen einmal rundum durch die Klasse. Erst das Ertasten der Fasern schafft den entscheidenden Aha-Moment. Danach festigt sich das Wissen über antike Schrifttechnik in einer Tiefe, die kein Lehrbuch erreicht. Partner-Institutionen wie der Archäologische Park Carnuntum setzen diese Methode seit Jahren erfolgreich in Kinderworkshops ein.
Wofür eignen sich die Natur-Papyrus-Bögen konkret?
Suchen sie ein Anschauungsstück für die Unterrichtseinheit Altes Ägypten in Klasse 5 bis 7, ist das 30x20cm-Format pro Schüler ideal und lässt sich mit der beigelegten A5-Bastelvorlage eines römisch-griechischen Philosophen direkt einsetzen.
Planen sie eine Projektwoche zum Thema Schriftgeschichte in der Sekundarstufe II, bildet Papyrus die mittlere Stufe zwischen Keilschrift auf Ton und mittelalterlichem Pergament und lässt sich mit unseren Pergament-Blättern im Direktvergleich zeigen.
Arbeiten sie im Reenactment oder in der Museumspädagogik (Limes, NIDA, Carnuntum), liefern die Bögen stabile Schreibunterlagen für lateinische Briefe mit Calamus und Eisengallustinte, wie sie im ägyptisch-römischen Alltag des 1. bis 3. Jahrhunderts Standard waren.
Für Kalligrafen, Hobbykünstler und Geschichtsfreunde bietet das 30x20cm-Format genug Fläche für gestaltete Urkunden, Hochzeitsrollen oder Karten und bleibt handlich genug zum Aufrollen auf einen 8mm-Holzstab.
Häufige Fragen zu Papyrus Bildern und echtem Papyrus
Was ist der Unterschied zwischen Papyrus, Pergament und Papier?
Papyrus wird aus der Pflanze Cyperus papyrus gelegt (ab ca. 3000 v. Chr., Ägypten). Pergament entsteht durch Gerben und Schaben von Tierhäuten (ab ca. 200 v. Chr., Pergamon). Papier wird aus Zellulose-Fasern geschöpft (ab 105 n. Chr., China). Alle drei Schriftträger sind in unserem Shop verfügbar und eignen sich für den didaktischen Direktvergleich.
Was kosten Papyrus Bilder im Vergleich zu Leinwand oder Aquarellpapier?
Ein 30x20cm-Bogen echtes ägyptisches Natur-Papyrus kostet im Römer Shop ab 0,80 Euro pro Stück (im 50er-Pack). Ein vergleichbares Aquarellpapier-Blatt liegt bei 0,30 bis 1,50 Euro, eine Leinwand in gleicher Größe bei 3 bis 8 Euro. Papyrus bietet damit einen historischen Mehrwert bei kalkulierbaren Klassensatz-Kosten.
Woran erkenne ich echten ägyptischen Papyrus?
Echter Papyrus zeigt auf Vorder- und Rückseite deutlich zwei kreuzweise gelegte Faserlagen. Die Oberfläche ist warm-beige bis hellbraun, leicht rau und hat eine unregelmäßige Dichte. Bananenblatt- oder Reispapier-Imitate aus Asien wirken gleichmäßig glatt und haben keine erkennbaren Kreuzstreifen. Unsere Bögen stammen aus direktem Einkauf bei ägyptischen Familienbetrieben ohne Zwischenhandel.
Welche Tinte und Farbe eignen sich am besten für Papyrus Bilder?
Historisch korrekt sind Rußtinte (atramentum) für Schwarz und Eisenocker für Rot, beide auf Wasserbasis. Für den modernen Gebrauch funktionieren Eisengallustinte, Tusche, Gouache und Aquarellfarbe hervorragend. Laut Bewertung unserer Kunden halten sogar Anlegemilch und Blattgold auf dem Material. Filzstifte und Kugelschreiber verhaken sich in der Faserstruktur und werden nicht empfohlen.
Kann ich echten Papyrus im Tintenstrahldrucker bedrucken?
Ja, die hier angebotenen Bögen mit glatt geschnittenem Rand laufen durch Standard-Tintenstrahldrucker. Wichtig sind die manuelle Zufuhr und das Einzelblatt-Fach ohne engen Schacht. Laserdrucker sind aufgrund der Hitze-Fixierung nicht geeignet.
Wie lange hält Papyrus und wie lagere ich ihn richtig?
Archäologische Funde aus Ägypten belegen eine Haltbarkeit von über 4.000 Jahren unter trockenen Bedingungen. Für Papyrus Bilder zu Hause gilt: dunkel, trocken und flach liegend lagern, nicht in PVC-Folie. Rollen sie größere Arbeiten um einen Holzstab mit mindestens 8mm Durchmesser, um Knicke zu vermeiden. Säurefreie Mappen oder Passepartouts sind ideal.
Kann ich Papyrus Bilder rahmen und an die Wand hängen?
Ja, hinter UV-Schutz-Glas und auf säurefreiem Karton gerahmt sind Papyrus Bilder jahrzehntelang stabil. Vermeiden sie direkte Sonneneinstrahlung, denn die pflanzlichen Pigmente verblassen im UV-Licht. Klebestreifen und Reißnägel niemals direkt auf dem Bogen anbringen.
Was bedeutet antike Legetechnik genau?
Die Stängel der Papyrus-Pflanze werden geschält, das weiße Mark in dünne Streifen geschnitten und gewässert. Eine erste Lage wird parallel, eine zweite rechtwinklig darauf gelegt und unter Druck getrocknet. Der austretende Pflanzensaft bindet die Lagen ganz ohne Klebstoff, ein Verfahren, das Plinius in Naturalis Historia XIII, 74 bis 82 dokumentiert.
Quellen und weiterführende Literatur zu Papyrus Bildern
-
Wikipedia: Papyrus (Schriftträger), Überblick zu Pflanze, Herstellung und Schriftkultur.
-
Archäologische Datenbank: Papyrus des Hunefer, British Museum EA 9901, bebildertes Totenbuch der 19. Dynastie.
-
Antike Primärquelle: Plinius der Ältere, Naturalis Historia Buch XIII (lateinischer Originaltext bei LacusCurtius), früheste erhaltene Fachbeschreibung der Papyrus-Herstellung.
-
Rupprecht, Hans-Albert: Kleine Einführung in die Papyruskunde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1994. Standardwerk zur Papyrologie im deutschsprachigen Raum. Nachweis in der DAI-Bibliothek Zenon.
-
Parkinson, Richard / Quirke, Stephen: Papyrus. British Museum Press, London 1995. Materialkunde und Ikonografie antiker Papyri aus erster Hand.
Aktualisiert am: 18.04.2026