Wachsplatten Altrot 5er-Set
Das Rot Pompejis für Deine Wachstafel
Die Wachsplatten Altrot im 5er-Set sind biegsame Wachsplatten im Format 20 × 10 cm, mit denen Du Wachstafeln neu befüllst oder selbst gebaute Tafeln zum ersten Mal ausstattest. Sie bestehen aus einer paraffinbasierten Wachsmischung, bleiben bei Handwärme geschmeidig und brechen beim Zuschneiden nicht. Eine Platte füllt eine Schreibfläche, im Farbton der pompejanischen Wandmalerei.
Wenn die Tafel zum Hingucker wird
Rot war in Rom die Farbe der Wichtigkeit
Wer in der Antike etwas hervorheben wollte, griff zu Rot. Die Römer kannten zwei Wege dorthin. Der einfache führte über rubrica, rote Erde, günstig und überall zu haben. Der teure führte über minium, den Zinnober, gewonnen vor allem im spanischen Sisapo, dem heutigen Almadén. Der Staat kontrollierte den Handel, und der Preis lag so hoch, dass Zinnober zu den kostbarsten Farbstoffen der römischen Welt zählte.
Von rubrica stammt ein Wort, das wir bis heute benutzen. In römischen Gesetzestexten wurden Überschriften rot hervorgehoben, und aus diesen roten Titeln wurde die „Rubrik“. Jedes Mal, wenn heute in einer Zeitung oder einem Formular von einer Rubrik die Rede ist, steckt darin die rote Erde der Antike.
In Pompeji ist Rot allgegenwärtig. Ganze Räume tragen jenes tiefe, warme Rot, das unter dem Namen „pompejanisches Rot“ bis heute Wandfarben, Stoffe und Möbel prägt. Altrot ist genau dieser Ton: gedämpft, erdig, eher Ziegel als Signalfarbe.
Auch auf Wachstafeln war Rot keine Fremde. Neben den häufigen schwarzen und den ungefärbten Füllungen belegen Funde vereinzelt rötliches Schreibwachs, und mindestens ein römischer Dichter hat sich über eine rot gefärbte Tafel ausführlich beschwert. Wer seiner Wachstafel heute Altrot gibt, folgt also einer Spur, die sich bis in die römische Schreibstube zurückverfolgen lässt.
Biegsam, farbecht, schnell verarbeitet: die Wachsplatten Altrot im Detail
Die Platten bestehen aus einer Wachsmischung auf Paraffinbasis. Ein Anteil mikrokristallines Wachs hält sie bei Raum- und Handwärme elastisch, sodass sie sich biegen und mit Schere oder Messer zuschneiden lassen, ohne zu brechen oder zu splittern. Die Farbpigmente sind lichtecht, das Altrot bleibt auch nach Jahren im Klassenzimmer kräftig.
Die Verarbeitung ist schnell erledigt: Platte auf das Maß der Mulde zuschneiden, kurz zwischen den Handflächen anwärmen, einlegen und mit den Fingern gleichmäßig andrücken. So bleibt die Oberfläche glatt und unverkratzt. Eine Lage genügt. Eine Platte füllt eine Schreibfläche, bei Tafeln im Format 14 × 9 cm ebenso wie bei den größeren 19 × 11 cm-Tafeln. Das 5er-Set reicht damit für fünf Einzeltafeln oder zwei Doppeltafeln plus eine Einzeltafel.
Beim Schreiben zeichnet sich die Schrift als feine Rille im roten Grund ab. Wie deutlich sie hervortritt, hängt vom Schreibdruck ab: Wer kräftiger drückt, legt stellenweise das hellere Holz darunter frei. Ein ehrlicher Hinweis zum Glätten: Da es sich nicht um reines Bienenwachs handelt, braucht das Löschen mit dem flachen Griffelende etwas mehr Geduld und ein paar Züge mehr. Bei stark verkratzten Flächen hilft ein Trick aus unserer Veranstaltungspraxis, ausschließlich unter Aufsicht einer erwachsenen Person: Das flache Ende eines Metallgriffels kurz in einer Kerzenflamme erwärmen, am kalten Ende halten und dann über die Wachsfläche ziehen. Die Oberfläche schmilzt leicht an und lässt sich deutlich leichter glätten. Tafel und Wachsplatten dabei immer mit Abstand zur Flamme halten. Wer besonders oft schreibt und löscht, findet in den Natur-Bienenwachsplatten die geschmeidigere Alternative.
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Inhalt: 5 Wachsplatten pro Verpackungseinheit
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Maße: je 20 × 10 cm, Stärke 0,5 mm
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Material: Wachsmischung auf Paraffinbasis mit mikrokristallinem Wachs, kein reines Bienenwachs
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Farbe: Altrot, lichtechte Pigmente
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Verarbeitung: zuschneiden, in der Hand anwärmen, mit den Fingern andrücken, eine Lage genügt
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Ergiebigkeit: 1 Platte je Schreibfläche, passend für Tafeln 14 × 9 cm und 19 × 11 cm
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Einsatz: Nachfüllen abgenutzter Wachstafeln, Erstbefüllung selbst gebauter Tafeln
Die rote Tafel im Einsatz: Klassenzimmer, Römerfest und Bastelstunde
Im Klassenzimmer setzt eine rote Tafel ein Zeichen. Im Klassensatz aus schwarzen oder naturfarbenen Tafeln wird sie zur Korrekturtafel der Lehrkraft, zur Tafel des Tages für besondere Aufgaben oder zur Gruppenfarbe bei Stationenarbeit. Dazu passt die Geschichte der rubrica: Wer im Unterricht erzählt, dass unser Wort „Rubrik“ aus roter Erde und roten Überschriften römischer Gesetze stammt, hat die Aufmerksamkeit der Klasse sofort auf seiner Seite.
Beim Selberbauen spielen die Platten ihre Biegsamkeit aus. Kinder schneiden zu, wärmen die Platte in den Händen an und drücken sie mit den Fingern in die Mulde, ohne dass etwas splittert. Kein Herd, kein heißes Wachs, kein Bruch. Auch kleinere Hände kommen damit gut zurecht.
Auf Römerfesten und am Museumsstand ist Altrot ein Blickfang. Eine rote Tafel neben einer schwarzen und einer naturfarbenen zeigt auf einen Blick, dass römisches Schreibwachs mehr als eine Farbe kannte, und liefert den Einstieg ins Gespräch über Pigmente, Zinnober und pompejanisches Rot.
Ein kleiner Zusatznutzen: Die Wachsmischung entspricht der Qualität von Verzierwachs. Zuschnittreste müssen nicht in den Müll, sondern lassen sich zum Verzieren von Kerzen verwenden, etwa als römische Buchstaben oder kleine Ornamente.
Gelagert werden die Platten flach, kühl und lichtgeschützt, nicht in der Nähe von Heizkörpern.
Für wen sich die Wachsplatten Altrot lohnen
Beim Bauen und Neubefüllen mit Kindern spielen die Altrot-Platten ihre Stärke aus. Sie bleiben bei Handwärme biegsam, lassen sich mit der Schere zuschneiden und splittern nicht, auch wenn kleine Hände noch etwas ungeduldig sind.
Im Klassensatz setzt eine rote Tafel neben schwarzen oder naturfarbenen Tafeln einen klaren Akzent: als Korrekturtafel der Lehrkraft, als Gruppenfarbe bei Stationenarbeit oder für besondere Schreibanlässe. Für mehrere Tafeln kombinierst Du einfach mehrere Verpackungseinheiten, eine Platte je Schreibfläche.
Auf Römerfesten und am Museumsstand zeigt Altrot auf einen Blick, dass römisches Schreibwachs nicht nur schwarz war. Der sichtbare Kontrapunkt liefert sofort ein Gesprächsthema.
Rotes Wachs aus reinem Bienenwachs entsteht über Bienenwachs-Pastillen und Wachspigment, erhältlich in Schwarz und Rot. Die Pastillen werden im Wasserbad geschmolzen, mit dem Pigment eingefärbt und direkt in die Mulde gegossen. Dabei auf die Menge achten: Das erkaltete Wachs sollte eine leichte Senke zeigen. Steht es gewölbt über dem Rand, war es zu viel. Dieser Weg dauert länger, ergibt dafür eine Tafel aus echtem Bienenwachs in Wunschfarbe.
Für den täglichen Gebrauch mit häufigem Schreiben und Löschen passen die Natur-Bienenwachsplatten besser, da sie sich leichter glätten lassen. Den klassischen Hell-Dunkel-Kontrast der häufigsten römischen Tafel bieten die schwarzen Wachsplatten Tabula Noctis.
Ovid und die blutrote Tafel
Ovid hatte seiner Geliebten eine Wachstafel mit einer Bitte geschickt und eine Absage zurückbekommen. Statt die Schuld bei sich zu suchen, nahm er sich in seinen Amores die Tafel vor. Was ihn besonders aufbrachte, war ihre Farbe:
„At tamquam minio penitus medicata rubebas: / ille color vere sanguinulentus erat.“
„Und doch leuchtetest Du rot, wie durch und durch mit Zinnober getränkt: Diese Farbe war wahrhaft blutig.“
Ovid, Amores I, 12, Verse 11–12, um 16 v. Chr.
Für Ovid war das Rot ein böses Omen, für die Archäologie ist es ein Glücksfall. Die Zeilen belegen, dass Schreibwachs in Rom eingefärbt wurde und dass Rot dabei eine Rolle spielte. Wer minium erwähnt, meint das teure Zinnoberrot, dasselbe Pigment, mit dem wohlhabende Pompejaner ihre Wände streichen ließen.
Heute ist eine rote Tafel kein Unglückszeichen mehr. Sie ist einfach die Tafel, die im Klassenzimmer auffällt. Ob die nächste Nachricht darauf eine Zusage bekommt, hat mit der Farbe nichts zu tun.
Fragen rund um die Wachsplatten Altrot
Sind die Wachsplatten Altrot aus Bienenwachs?
Nein. Die Platten bestehen aus einer Wachsmischung auf Paraffinbasis mit einem Anteil mikrokristallinem Wachs, der sie biegsam hält. Gefärbt sind sie mit lichtechten Pigmenten. Wer rotes Wachs aus reinem Bienenwachs möchte, schmilzt Bienenwachs-Pastillen im Wasserbad, färbt sie mit rotem Wachspigment ein und gießt die Tafel selbst aus.
Wie setze ich die Platte richtig in die Tafel ein?
Platte auf das Maß der Mulde zuschneiden, kurz zwischen den Handflächen anwärmen, einlegen und mit den Fingern gleichmäßig andrücken. Spachtel oder Griffelende beim Einsetzen besser weglassen, beide hinterlassen sonst schon vor dem ersten Buchstaben Kratzer auf der Oberfläche.
Wie glätte ich stark verkratzte Flächen?
Im Alltag genügt das flache Griffelende mit etwas Geduld und ein paar Zügen mehr als bei reinem Bienenwachs. Bei tiefen Kratzern hilft ein Trick, ausschließlich unter Aufsicht einer erwachsenen Person: das flache Ende eines Metallgriffels kurz in einer Kerzenflamme erwärmen, am kalten Ende halten und über die Fläche ziehen. Das Wachs schmilzt leicht an und wird wieder glatt. Tafel und Platten dabei mit Abstand zur Flamme halten.
Gab es rote Wachstafeln wirklich schon bei den Römern?
Ja. Neben den häufigen schwarzen und den ungefärbten Füllungen belegen Funde vereinzelt rötliches Schreibwachs. Auch der Dichter Ovid beschreibt in seinen Amores eine Tafel, deren Wachs wie mit Zinnober gefärbt rot leuchtete. Altrot greift diesen Farbton auf.
Was mache ich mit den Zuschnittresten?
Die Wachsmischung entspricht der Qualität von Verzierwachs. Reste lassen sich zum Verzieren von Kerzen verwenden, zum Beispiel als römische Buchstaben, kleine Ornamente oder ein SPQR auf der Adventskerze.
Pompejis Rot war manchmal gelb
Das „pompejanische Rot“ gilt als Markenzeichen der antiken Stadt. Ein Teil davon war ursprünglich gar nicht rot. Untersuchungen des italienischen Physikers Sergio Omarini vom Nationalen Institut für Optik in Florenz zeigten 2011, dass manche Wände in Pompeji einst mit gelbem Ocker gestrichen waren. Die heißen Gase des Vesuvausbruchs im Jahr 79 n. Chr. haben das Pigment chemisch verändert und das Gelb in Rot verwandelt.
Pompeji ist also heute röter, als es zu Lebzeiten seiner Bewohner war. Ein Grund mehr, beim Rot genauer hinzusehen: Das tiefe, erdige Altrot dieser Wachsplatten ist der Ton, den wir heute mit Pompeji verbinden, und der Vesuv hat dabei kräftig mitgemalt.
Quelle: Sergio Omarini, Istituto Nazionale di Ottica (CNR), Florenz, Forschungsergebnisse vorgestellt 2011
Quellenverzeichnis
Titel: Amores (Liebesgedichte)
Autor: Ovid (Publius Ovidius Naso)
Veröffentlichung: Tusculum-Ausgabe, hrsg. und übersetzt von Niklas Holzberg, Artemis & Winkler, München/Zürich
Datum: 1999 (Originalwerk um 16 v. Chr.)
Titel: Naturalis Historia, Buch XXXIII
Autor: Plinius der Ältere (Gaius Plinius Secundus Maior)
Veröffentlichung: Tusculum-Ausgabe, hrsg. und übersetzt von Roderich König, Artemis & Winkler, München/Zürich
Datum: 1984 (Originalwerk um 77 n. Chr.)
Titel: I colori pompeiani
Autor: Selim Augusti
Veröffentlichung: De Luca, Rom
Datum: 1967
Titel: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort „Rubrik“
Autor: Friedrich Kluge
Veröffentlichung: De Gruyter, Berlin
Datum: aktuelle Auflage
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Aktualisiert am: 14.10.2026
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