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Römische Anhänger & Amulette

Denn das Wort Schmuck oder auch schmücken kommt von schmiegen und dient seit jeher der Zierde und Verschönerung des menschlichen Körpers. Das Schmuckkästchen für Amulette und Anhänger der Antike lädt zum Stöbern und Staunen ein!

Ästhetik, die wirkt!

Denn schon von Beginn der Menschheit-Geschichte an wurden Amulette und Anhänger getragen. Daran konnte man oftmals die Stellung in der sozialen Rangordnung, die Glaubensgemeinschaft oder die Machtstellung erkennen, da sich teure Materialien und die Herstellung von Schmuck nicht jeder leisten konnte. Durch die stetige Entwicklung der Handwerkskunst und weiterführende Techniken entstand im Laufe der Zeit ein kunstvoll gearbeiteter, ästhetisch wirkender Gegenstand.

Ein Phallus fürs Glück

Der Phallus galt in der Antike als Glücksbringer. So beeindruckt der bronzene Phallus eines Replikats aus den Funden in Pompeji durch seine schlichte Schönheit. Eine reitende nackte Frau träufelt Öl aus einer kleinen Flasche über den schwebenden Phallus. Auf den modernen Menschen wirkt die Darstellung erst einmal ein wenig anstößig. Doch in der römischen Antike unterstützen die Attribute des Öls und der reitenden Person die Wirkung des Phallus, nämlich Unheil abzuwehren und Glück zu bringen. Der Phallus galt als etwas Natürliches und mitnichten als obszön. Erst die christlichen Moralvorstellungen machten das Körperliche zu etwas Unreinem und Sündenbeladenem. Darstellungen mit reitenden Frauen dieser Art finden sich auch bei so genannten Tintinabuli, römische Türklingeln, die ein Symbol für Fruchtbarkeit und Wohlstand waren. In den Museen in Trier und Neapel sind diese zu bewundern.

La Luna - Der Mond

Auch die Abgüsse der Originale als peltaförmige Applikation aus der römischen Kaiserzeit wurden zum Anhänger umgearbeitet. Pelta waren ausgesprochen beliebte Ornamente, wie zahllose Funde in den römischen Provinzen zeigen. In ihrer charakteristischen Form erinnert die Pelta an einen Halbmond oder an ein kleines Epsilon. Sie ist in der Regel aus einem Halbkreis gebildet, der an seiner geraden Seite zwei konkave Einziehungen in Form kleiner Halbkreise aufweist. Dadurch entstehen drei Spitzen, die verschieden ausgeformt sein können. Vor allem im militärischen Kontext sind Pelta als Gürtelschnallen und -beschläge, als Fibeln und Anhänger in limesnahen Lagern nachgewiesen. Namengebend für dieses Ornament ist eine von den Römern übernommene Bezeichnung für einen leichten, halbmondförmigen Schild, den sogenannten "Amazonenschild". Die Pelta-Anhänger in Bronze und Silber bestechen durch ihre schlichte Schönheit und machen sich besonders an einem einfachen Lederband schmückend unauffällig bemerkbar.

Römerinnen und Römer liebten jedoch auch die Gegenform: Den Halbmond Luna. Der Anhänger kommt sinnlich daher. Das ?Möndchen?, ein so genannter Lunula-Anhänger, ist Symbol der römischen Mondgöttin Luna, der besondere Kräfte zugesprochen wurden. Besonders Kinder und Frauen vertrauten auf die unheilabwehrenden Kräfte des Anhängers. Die Göttin ist Sinnbild femininer Stärke und Identität. Sie steht für Intuition, Kreativität und Sinnlichkeit.

Die Reise durch die Welt der Amulette und Anhänger der Römerinnen und Römer ist eine Welt der Mystik und der schmückenden Symbolik.

Ihre Entdeckung lohnt sich!