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Zement

Bauten Römer mit Zement?

Bereits vor knapp über 2.000 Jahren wurde der „künstliche Stein“ Zement erfunden und der Ruhm gebührt den größten Baumeistern der europäischen Antike, den Römern. Die Erfindung dieses künstlichen Steines läutete eine Revolution der architektonischen Möglichkeiten ein, welche die Errungenschaft des gebrannten Ziegels sogar übertraf. Inzwischen kann man behaupten, dass der Beton der „Grundstein“ unserer Welt geworden ist.


Das römische Opus Caementitium, von dem sich das deutsche Wort Zement ableitet, hatte seinerzeit zu einer wahren Explosion von neuen Möglichkeiten in der Architektur geführt. Der Römische Beton war ein Gemisch aus Sand, gebranntem Kalkstein, Steinen und Beimischungen, den sogenannten Puzzolane, von Bruchsteinen und ähnlichem. In Verbindung mit Wasser wurde dieses Gemisch zu einem druckfesten Gestein, welches natürlichen Baustoffen in nichts nachsteht; es gar übertrifft. Je nach Beimengung und Ausführung ließen sich unterschiedlichste Festigkeiten und Gewichte erreichen.

Der bei weitem berühmteste Bau, der ohne das Opus Caementitium nicht möglich gewesen wäre, ist das Pantheon in Rom. Dieser Tempel, für dessen Umbau um 120 n.Chr. Kaiser Hadrian selbst die Pläne entworfen haben soll, besaß 1.700 Jahre lang die größte, selbsttragende Kuppel der Welt. Und dass der Bau bis heute die Zeiten nahezu ohne Beschädigungen überstanden hat, spricht für sich.