Página 1 de 1
Artículo 1 - 22 de 22

Medizin und Arztinstrumente der Antike

Bei Verletzungen wussten sich auch die Römer schon mit entsprechenden Utensilien zu helfen: Arztbesteck mit Wundhaken oder Sondenspartel, Skalpelle mit unterschiedlichen Klingen oder schmuckvolle Pinzetten sind auf diesen Römer Shop Seiten den antiken Vorbildern nachempfunden. Als Abgüsse von Originalfunden sind sie den römischen Utensilien zum Verwechseln ähnlich und außerdem voll gebrauchsfähig.

Hier gibt es unter anderen römische Skalpelle in unterschiedlichen Größen, mit spitzer und runder Klinge, wie sie typischer Weise während der gesamten Antike verwendet wurden. Äußerst durchdacht ist ihre Konzeption und so sind die antiken Arztinstrumente noch heute einsetzbar. Bemerkenswert ist die Ähnlichkeit mit den heute noch verwendeten Skalpell-Typen, die sich nur wenig von den alten römischen Modellen in der antiken Medizin unterscheiden.

Gut durchdachte Technik in der antiken Medizin

Außergewöhnlich ist auch die bereits in der Antike vorhandene Möglichkeit eine Klinge zu wechseln. Dafür wurden die in spezialisierten römischen Werkstätten hergestellten Klingenhalter mit einer sich nach unten verjüngenden, zylindrischen Aussparung ausgestattet und außerdem häufig mit zwei Metallfedern am Ende der Halterung. So war es beim antiken römischen Skalpell weder möglich, dass die eingesetzte Klinge nach unten aus der Aussparung herausfiel, noch, dass sie sich horizontal bewegte.

Kein Krankenhaus für Römer

Die Einrichtung eines öffentlichen Krankenhauses, um sich ärztlich behandeln und pflegen zu lassen, gab es in der Antike nicht. Medizinische Versorgung war Privatsache. Wer den Arzt brauchte, suchte eine Praxis auf oder ließ medizinische Versorgung zu sich nach Hause kommen. Eine Ausnahme war das Militär. Durch den augusteischen Gelehrten C. Iulius Hyginus ist bekannt, dass jedes größere Kastell ein Lazarett besaß. Der Begriff valetudinarium stammt aus einem ganz anderen Zusammenhang: Die großen Gutsbetriebe der Kaiserzeit, die Latifundien, hatten viele Sklaven, welche die Arbeit auf den Feldern oder im Haushalt verrichteten. Ihre Anschaffung und Haltung kostete viel Geld und ihre Besitzer waren, wie bei teuren Arbeitsgeräten, an der Erhaltung ihrer Leistungsfähigkeit interessiert. Zu diesem Zweck gab es dort für die Pflege von kranken oder überanstrengten Sklaven Erholungsstationen, valetudinaria genannt. Ähnlich verhielt es sich mit den Lazaretten für Legionäre, in deren Ausbildung und Erhalt der Staat ebenfalls interessiert investierte.