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Römische Küche

Platon beschreibt die römische Küche etwa in ?Das Gastmahl? und in der berüchtigten ?Cena Trimalchionis?. Leider ist nur ein einziges Spezialkochbuch, das des Marcus Gravius Apicius (?Res conquinaria?), Fund. Vermutet wird aber, dass die Römer ihre Rezepte nicht unbedingt in schriftlicher Form festhielten.

Nahrungsmittel in Asche konserviert

Archäologische Ausgrabungen fördern noch heute Ess- und Trinkgeschirr, Kochtöpfe und Vorratsgefäße, Essbestecke, Siebe und anderes Küchengerät zu Tage aus dem Bereicht römische Küche. In der Darstellung von Nahrungsmitteln oder auch Gelage-Szenen gibt es reichlich Anschauungsmaterial ? sogar im Original! So wurden zum Beispiel nach dem Ausbruch des Vesuvs Nahrungsmittel in Asche konserviert.

Kein Gastmahl ohne dekoratives Tafelgeschirr

Dekoratives Tafelgeschirr war für die Römer selbstverständlich. Typisch ist die Terra Sigillata. Eine Liste wichtiger Terra Sigillata Gefäßformen gibt einen Überblick über die verschiedenen Gefäßtypen römischer Terra Sigillata (TS). Da die Formen aufgrund von Mode und Geschmack chronologische Entwicklungen aufweisen, bilden die Gefäßformen neben den Punzen verzierter Gefäße und den Töpferstempeln ein wichtiges Datierungsmerkmal.

Hinzu kommt, dass TS an fast jeder römerzeitlichen Fundstelle vorhanden ist. Die Formen werden üblicherweise nach eponymen Fundorten wie Haltern, Hofheim oder Hesselbach oder nach bedeutenden Forschern wie Déchelette, Dragendorff oder Ritterling benannt. Für ein typisches, römisches Gastmahl ein absolutes Muss!

Römische Küche - Wie die Römer speisten

Die Esskultur, die römische Küche und das Festmahl wurden in der Antike hoch geschätzt. Das Gastmahl, das Essen und Trinken mit Freunden, hatte seinen Schwerpunkt nicht nur auf dem Gaumenkitzel, sondern auch auf den Ideen und Reden, die in Form von Tischgesprächen vorgetragen wurden. Dieses Gastmahl begleiteten mehr oder minder erbauliche Unterhaltungen und Philosophien. Aber auch spontane Abendessen im kleinen Kreise gab es oft. Römische Gastgeber waren insgesamt gastfreundlicher und improvisationsfreudiger als zu heutiger Zeit.

Man speiste im triclinium, das seinen Namen von dem griechischen "drei Klinen" (Liegesofas) hat, die sich um einen rechteckigen Tisch gruppierten. Die Mindestanzahl für ein Gastmahl waren drei Personen. Im Allgemeinen war das Gastmahl eine reine "Männerangelegenheit". Es kam nur selten vor, dass Frauen zwischen den Gästen lagen. Ein Gastmahl begann meinst um die neunte Stunde (im Sommer gegen 16 Uhr, im Winter gegen 14 Uhr). Zum Anfang gab es den Appetit anregende gustus; gustatio, zu denen als Aperitif meist Honigwein (mulsum) gereicht wurde. Zum eigentlichen Essen (fercula), welches meist aus drei Gängen bestand, trank man Wein. Nachtisch waren Früchte, Backwerk oder Pikantes.