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Farbige Büsten und bunte Götter

Eine der interessantesten Ausstellungen, die auf sehr einfache und doch tiefgehende Art und Weise einen wichtigen Bereich des antiken Roms behandelt, nennt sich "Bunte Götter" und beschäftigt sich mit der Polychromie der Antike. Polychromie übersetzt sich in Vielfarbigkeit und bezeichnet so die in Malerei und anderen Künsten angewandten Farben und ihre Kompositionen. Die Ausstellung, die unter anderem von der bayerischen Landesregierung offiziell unterstützt wird, ist auch international bisher sehr erfolgreich gewesen und erfreute sich auch unter versiertem Fachmännern größter Beliebtheit.

Nicht nur der römische Pantheon in Rom, dem in all seiner Vielfalt eine große Menge an Büsten und Statuen errichtet wurde, sondern auch in der Geschichtsschreibung in ihrer Genialität und Stärke beinahe übermenschlich wirkende Personen werden hier berücksichtigt: Vom innovativ denkenden Naturphilosophen wie Aristoteles bis zum unbesiegten Strategen Gaius Julius Caesar fanden sich bunte Statuen und Bronze Büsten, welche im rechten Licht golden erscheinen. Bunte Götter macht dabei Schritte vom antiken Rom zum antiken Griechenland und zeigt, welche Rolle auch Soldaten in diesen Gesellschaften einnahmen.

Weiß, ist ein überholtes Bild der Antike

Unsere Kategorie "Bunte Götter" stellt so auch einen der wichtigsten Aspekte des alten Roms in all ihrer damaligen Farbenpracht dar: Religion und in gewisser Weise auch die Personenkulte, die sich um bemerkenswerte Persönlichkeiten bildeten. Während wir nur weißen Marmor oder dunkle Terrakotta-Vasen in den heutigen Zeiten sehen, sollte dies nicht unser einziges Bild antiker Architektur und Statuen sein. Farben sind zwar nicht so beständig wie der Stein selbst, konnten aber dennoch anhand der Pigmente festgestellt und in ihrer ehemaligen Schönheit rekonstruiert werden.

Das Leben des antiken Roms, ebenso das des mit ihm kulturell eng verwandten antiken Griechenlands war stark von Religion und mystizistischen Riten geprägt. In diesem Geiste konnte man in vielen römischen Städten nicht nur heute noch fantastisch wirkende Tempel finden, sondern auch viele kleine Büsten und andere Statuen, die verschiedenen Göttern geweiht waren und Glück bringen oder Böses abwenden sollten. Je nach verschiedenen Kulten oder regionalen Vorzügen erstrahlten auch diese in den verschiedensten Farben, so dass man tatsächlich bunte Götter in römischen Städten vorfinden konnte. Auch wenn viele Tempel und andere Bauten die Zeiten überdauert haben und uns heute noch beeindrucken, in den Jahrtausenden ihre bunten Farben verloren haben, so erstrahlten sie damals in den prächtigsten Tönen, um den Göttern zu huldigen. Weiterhin zeigt die Bunte Götter Ausstellung eine bemerkenswerte Entwicklung in der Menschheitsgeschichte allgemein: Ob bemalte bronzene Büsten oder komplexere Statuen und Architektur: Fast alle Mittelmeer Kulturen legten großen Wert darauf, ihre Götterkulte möglichst prunkvoll mit wertvollen und kräftigen Farben zu verehren.

Warum farbig?

Farben stellen heute oft ein Stilmittel dar, ob in der Kleidung oder in der Kunst. Ähnlich verhielt es sich auch in allen antiken Kulturen, noch dazu wurden allerdings bestimmte Farben mit Aspekten der Religion und anderem Symbolismus in Verbindung gebracht. Rottöne, ganz besonders Purpur, nahmen eine besonders wichtige Rolle im römischen Leben ein und trugen maßgeblich bei der Gestaltung von Architektur und Kunst bei. Da diese Farbtöne allerdings sehr selten zu finden und schwierig herzustellen waren, oder aber auf langen Handelsrouten importiert werden mussten, stellten sie ein Luxusgut dar, welches den oberen Klassen der Gesellschaft vorbehalten war. Weiterhin machte ihr immenser Wert sie nur noch beliebter als Färbemittel für die "Bunten Götter". Auch Körperpanzer, die aus feinem Gold gefertigt wurden, sollten die tapferen Soldaten eines Stadtstaats glorifizieren und für immer für die Nachwelt erhalten.

Unsere Bronze Büsten sind ein weiteres gutes Beispiel für die Vielfalt und Kreativität antiker römischer Kunst: Die solide Bronze stellt nicht nur Götter oder mythische Kreaturen dar, sondern auch große Staatsmänner, Generäle oder andere verdiente Bürger Roms.

Bunte Götter ist eine Kategorie, die sich mit all diesen Helden der Geschichte befasst und sie mit neuen Farben wieder zurück zu voller Blüte aufleben lässt. Die Bronze Büsten, beispielsweise von Alexander dem Großen oder dem ersten römischen Kaiser Augustus können dabei in einer breiten Auswahl an bunten Farben und auch golden patiniert bewundert werden. Alle diese Stücke sind den in der Bunte Götter Ausstellung präsentierten Original Artefakten angelehnt auch nachempfunden und vermitteln so die Pracht des alten Roms und Griechenlands.

Deutsche Handarbeit

Dank der qualitativ hochwertigen Materialien und der liebevollen Handarbeit an jedem einzelnen Stück ist eine lange Haltbarkeit garantiert, so dass die antiken Götter und Helden lange in bunten Farben, Bronze und Gold strahlen können.