Schule im Mittelalter

 

Das Mittelalter | Die Sieben freien Künste

Wer im Mittelalter „höherer Bildung“ erlangen wollte, vertiefte seine Kenntnisse nach dem Erlernen von Lesen, Schreiben, Rechnen und Singen durch Grammatik, Rhetorik und Dialektik. Diese sprachlichen Fächer nannte man im Mittelalter „trivium“; übersetzt „Dreiweg“. Zum „Quadrivium“, dem Vierweg, gehörten schließlich noch die Arithmetik (Zahlenlehre), Musik, Geometrie und Astronomie. Trivium und Quadrivium bildeten zusammen die „sieben freien Künste“ – auf Lateinisch „Septem artes liberales“. Diese wurden auch schon in der Antike unterrichtet. Bis in die frühe Neuzeit hinein waren diese sieben Künste die Grundlage für das Lernen in der Schule im Mittelalter. 

Wie wurden im Mittelalter die Schüler unterrichtet?

Schule im Mittelalter war alles andere als unterhaltsam. Frei- oder Projektarbeit kannten die Kinder des Mittelalters nicht. Sie mussten in erster Linie auswendig lernen. Machten sie Fehler, so bekamen sie die Rute zu spüren. Und nicht alle Kinder durften die Schule im Mittelalter besuchen. Karl der Große hatte nicht vor, auch die Mädchen unterrichten zu lassen. Sie konnten nur Wissen erwerben, wenn sie Nonnen wurden. Im Kloster lernten sie lateinische Texte zu lesen, aber auch Singen, Nähen und Sticken. Aber auch nicht jeder Junge konnte eine Ausbildung genießen. Nur Heranwachsende, die später einmal für höhere Ämter bestimmt waren, deren Eltern vermögend waren oder auch besonders schlaue, wählte man aus.