Lesezeichen gestalten

Lesezeichen Mittelalter selbst erstellen

Auf diesen Seiten des Römershops Unterrichtsmaterial Mittelalter finden Sie verschiedene Lesezeichen aus echtem Papyrus.

Die altertümlichen Lesezeichen können von den Schülern ausgemalt und bemalt werden – auch mit herkömmlichen Farben und Stiften, Wasserfarben oder Tempera, die Sie ebenfalls unter dieser Kategorie des Römershops finden.

Mittelalterliche Schriften

Lassen Sie die Schüler die Lesezeichen aus Papyrus mit der Feder beschreiben! So können die Schüler erproben, wie das einmal war. Das ist anschaulicher Unterricht, macht Freude und das Lesezeichen markiert im Schulbuch, wo man gerade die Aufgaben lösen soll. Mit dem Schreibrohr aus echtem Schilf können die Schüler zudem sehr schön in kalligraphischer Schrift das Lesezeichen mit mittelalterlichen Buchstaben versehen. Vorlagen dazu gibt es zahlreich. Und Johann Friedrich Unger schrieb 1793 über eine mögliche Abschaffung der Frakturschrift: „Warum auch sollten wir Deutschen hierin auf Originalität Verzicht thun? Den Ausländern, die unsere Sprache lernen wollen, zu Gefallen? That dies irgend eine Nation uns zur Erleichterung? - Schriftzeichen kennen zu lernen, ist für einen Erwachsenen die Arbeit weniger Stunden, oder kommt doch wenigstens in gar keinen Betracht. Wem es Ernst um die Erlernung der Deutschen Sprache ist, wird sich durch eine um so sehr wenig vergrößerte Mühe gewiss nicht davon abschrecken lassen.“

Mit der Feder gestaltet

Das Schreibgerät des Mittelalters war der Gänsekiel. Eine Gänsefeder (oder andere Feder) wurde zugeschnitten, die Befiederung hat man oft entfernt. Gänsefedern waren übrigens noch bis vor rund 200 Jahren das meistverwendete Schreibwerkzeug. Zum Schreiben wurde die Schreibfeder als Bandzugfeder zugeschnitten, das heißt die Feder war breit, um breite und dünne Striche erzeugen zu können. Für Illustrationen wurde die Feder als Spitzfeder zugeschnitten. Und Federn kann man außerdem härten, indem man sie in heißen Sand steckt. Für die Buchmalerei nutzte man im Mittelalter Pinsel aus Marder- und Eichhörnchenhaar. Und wie es ist, mit der Feder zu schreiben, können die Schüler auf dem echten Papyrus oder Pergament direkt ausprobieren! Und die Tinte dazu selbst erzeugen. Interessant ist hier: Im Mittelalter nutzte man Als Tinte hauptsächlich Ruß-Tinte. Diese wurde aus Ruß, Ochsengalle, Eiweiß und Wasser hergestellt. Der Ruß sorgt für die Färbung, die Ochsengalle dafür, dass der Ruß sich mit der Flüssigkeit vermischen lässt, das Eiweiß sorgt dafür, dass die Tinte auf dem Schreibgrund haften blieb und mit dem Wasser wurde die Tinte zu einer schreibfähigen Konsistenz verdünnt.

Lesezeichen gestalten

Aber natürlich lassen sich die Lesezeichen aus echtem Papyrus auch mit allen gängigen Farben, wie Acryl- oder Wasserfarben bemalen. Besonders zu empfehlen sind dabei allerdings Temperafarben, da diese eine sehr gut deckende Farbstärke haben und auch, weil sie bei den Römer und Ägyptern schon benutzt wurden. So können sich die Schüler ein Lesezeichen basteln, wie es in den längst vergangenen Tagen üblich war.