Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Mein Warenkorb

Römische Lampen - antike Lichtquellen

Römische Lampen - antike Lichtquellen

Lampen waren bei den Römern Massenware! Überall im Römischen Reich wurden die kleinen, sieben bis 15 Zentimeter großen, runden oder länglich-ovalen Ton-Lampen (lucernae) produziert und waren selbst in armen Haushalten ein selbstverständlicher Teil des Hausrats. Sie waren ein erschwinglicher Massenartikel und auch das Olivenöl, der übliche Brennstoff, war im Mittelmeerraum reichlich vorhanden.

Wie sehr die kleinen tönernen Lampen zum römischen Alltag gehören, zeigen die zahlreichen Funde, die in Antikenmuseen zu besichtigen sind. Die Laternen-Spiegel zeigen volkstümliche Relief-Verzierungen: Neben Motiven aus der Sagen- und Götterwelt finden sich da vor allem Darstellungen aus dem häuslichen, dem beruflichen und dem Freizeit-Bereich. Szenen aus dem Theater, dem Circus und der Arena, Ausschnitte aus dem Leben von Bauern, Soldaten, Jägern und Fischern sowie eine Fülle erotischer Motive …

Ab dem Ende des 3. Jhd. nahmen auch christliche Motive zu. Eine Besonderheit waren die Lampen, die als Neujahrsgeschenke dienten und die gute Wünsche für das kommende Jahr überbrachten: „annum novum faustum felicem tibi“ (ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr für dich). So genannte Firma-Lampen waren die schlichtesten unter den Leuchten, die Version ohne Zierde, die lediglich den Hersteller-Namen als Stempel trugen. Das Gegenstück zu diesen Lampen waren künstlerisch oft hochwertige Lampen aus Metall – meist aus Bronze – die jedoch nur in wohlhabenden Haushalten Licht spendeten. Reiche Römer fanden in der Kaiserzeit Gefallen daran, regelrechte Kronleuchter (lychnuchi pensiles) „gleich apfeltragenden Bäumen leuchtend“, in ihren Privaträumen aufhängen zu lassen – diese waren vorher nur in Tempeln üblich. In bescheideneren Haushalten begnügte man sich, wenn man repräsentativen Eindruck machen wollte, mit einer Version aus Holz.

Durch ein Loch im Lampenkörper wurden die Lampen mit Öl gefüllt. Aus der Lampen-Schnauze (rostrum) ragte der Docht (filum) – meist aus Flachs oder Hanf gearbeitet. Manche Lampen hatten zudem einige Belüftungslöcher. Wie lange eine Lampe brannte, hing nicht nur von der Füllung des Tanks ab, sondern auch von der Dicke des Dochtes. Einige Lampen hatten mehrere Schnauzen und Dochte und spendeten so entsprechend mehr Licht. Die meisten Römer dürften sich im Allgemeinen auf den Gebrauch weniger Lampen beschränkt haben, schließlich ging man meist mit Nachteintritt zu Bett. Außerhalb des Hauses bediente man sich nachts einer Laterne.