Eisen-Nägel & Nieten

Interessant: Nägel sind Zeugen römischer Soldaten!

Und hier nun eine Anekdote über eine der wohl wichtigsten Funktionen von Nägeln bei den Römern! Die römischen Vorfahren müssen beispielsweise vor rund 2000 Jahren auch durch das hessische Werratal und ebenso durch das Ulfetal gezogen sein. Dafür gibt deutliche Hinweise: Sandalennägel! Sie gelten als Indizien dafür, dass römische Soldaten einst unterwegs waren. Die eisernen Nägel in deren Schuhwerk gingen rasch verloren und blieben über die Jahrhunderte im Erdreich stecken. Wo sich die Funde häufen, könnten Lager oder Posten der Römer gewesen sein.

Das Wort für die Fußbekleidung der römischen Soldaten in der Antike ist übrigens Caliga und bezeichnet einen aus Leder gefertigten Militärschuh der römischen Legionäre. Es handelt sich dabei um einen überaus robusten, offenen Marschschuh mit Sohlen aus bis zu dreilagigem Rindsleder. Und eben diese Sohlen waren mit Eisennägeln besetzt. Beim einfachen Legionär hatte jeder Schuh bis zu 90 Eisennägel mit halbkugeligen Köpfen (lat. clavi). Die oberste Schicht der Sohle bildete zugleich das Oberleder. Es war ein einziges Stück Leder, das an der Ferse zusammengenäht wurde und so geschnitten war, dass ein System von Laschen auf dem Fußrücken entstand, die mit einem Lederriemen verschnürt wurden. Die Sohle wurde auf diese Weise haltbarerer und strapazierfähig gemacht.