Papyrus gestalten

 

Geschichte mit eigenen Hände erlebbar machen

Papyrus zählte in der Antike zu den wichtigsten Utensilien in Verwaltung, Politik und Wirtschaft. In der Altertumsforschung konnte nachgewiesen werden, das Papyrus bereits vor mehr als 3000 v.Chr. als Beschreibstoff genutzt wurde. Daneben diente Papyrus als
Holzersatz im Schiffbau,

  • Material für Flechtwerk wie z.B. Matten, Körbe und Schuhe, 
  • Brennstoff
  • Lebensmittel
  • Wund- und Heilkraut

Lassen Sie sich mit unseren Angeboten rund um das Thema „Papyrus gestalten“ in die antike Zeit der Schreibblatt Herstellung und -Gestaltung hineinnehmen. Unsere vorgefertigten Materialien sind darauf angelegt unterschiedliche Schreibformate aus Papyrus zusammenzufügen und zu beschriften. In seiner Optik steht Ihr handwerklich gefertigtes Produkt seinem aus alter Zeit stammendem Vorgängern in Nichts nach.

Zur Einführung eine Geschichte:

-Aaron, königlicher Mitarbeiter und Beauftragter für Papyrus im Nildelta-

Wie ein Blick in die königliche Papyrus-Werkstatt zeigt, haben sich bis heute die einzelnen Arbeitsschritte zur Papyrus-Herstellung nicht verändert. Begleiten Sie mit uns Aaron, Beauftragter des Pharaos, auf seinem täglichen Rundgang in einer der zahlreichen Papyrus-Manufaktur am Nildelta:
Die Sonne stand kurz vor ihrem Tageshöchstpunkt und Aaron betrat den Bereich: Produktion von Papyrus. Hier erledigten Arbeiter und Sklaven in den üblichen Schritten das Herstellen des Papyrus von der Pflanze bis zum Schreibblatt. Einige sangen dabei ihre Lieder in einem tragendem Langmut. Im Laufe der Jahre hatte Aaron gelernt, seinen Mitarbeitern zu vertrauen. Er hatte eine gute Beziehung zu ihnen aufgebaut. Nur so ist es ihm gelungen, die Produktion des Papyrus dauerhaft auf einem hohen Niveau zu halten. Bis jetzt konnte er den Forderungen des Pharaos jederzeit nachkommen. Auf einer kleinen Anhöhe stehend, verschaffte er sich einen umfassenden Überblick.

Nach der Ernte der Papyruspflanzen wurden die Stängel gehäutet. Das so gewonnene Mark wurde in gleichlange, dünne Streifen geschnitten. Diese Streifen legten die Arbeiter mehrere Male in ein Wasserbad. Nach jedem Wasserbad klopften, meist Sklaven, die Streifen solange platt, bis sie durchsichtig waren. Waren die Streifen dünn genug, wurden sie in mehreren Schichten zu Blättern zusammengelegt und mit einem Holzhammer bearbeitet. So wurden die Streifen zusammen gepresst und mit dem vorhandenen Pflanzensaft verklebt. Es entstand ein festes Blatt, dass mehrere Tage zum Trocknen unter einen schweren Stein gelegt wurde. Zum Schluss glätteten sie die entstandenen Papyrusblätter mit einem scharfen Stein, Muschel oder Holzstück. Bei diesem Arbeitsgang wurden alle Unebenheiten entfernt und das Papyrus konnte nun mit einen Schreibgriffel, einer Binse oder einem Schilfrohrhalm gleichmäßig beschriftet werden. Die Größe der Papyrus-Blätter lag zwischen 20 – 50 cm Höhe und 15 – 40 cm Breite. Größere oder längere Blätter und Schriftrollen wurden mit dem klebrigen Pflanzensaft zusammengefügt.

So macht Geschichte Spaß und wird erlebbar

Geschichte ist schon lange kein trockener Unterricht mehr, wenn sie erlebbar wird. Es gilt als sicher, dass handwerkliches Lernen Motivation und Lernerfolg aller Beteiligten fördert. In unserem Bereich "Papyrus gestalten" stehen Ihnen verschiedene Sets zur Verfügung. Je nach Lernalter kann Papyrus beschriftet oder selbst als Blattformat hergestellt werden. Für das Herstellen eines Papyrus Bogens nutzen Sie unsere Angebote mit Papyrusstreifen. Diese Angebote können Sie mit einer Papyruspresse aus Holz ergänzen. Möchten Sie mit Ihrer Gruppe Papyrus beschriften, stehen ihnen fertige Schriftrollen, Lesezeichen, Binse und verschiedenfarbige Tinten im Fass zur Verfügung. Alle Angebote sind im Einzelnen ausführlich und verständlich erklärt.